Biographie

Hans-Joachim Heyer: Wie ich wurde, wer ich bin

(Sommer 2000) Es ist nicht leicht, ein 46 - jähriges Leben auf eine Seite Papier zu bannen, doch es liegt auch ein Reiz darin, mein Leben auf das Wesentliche konzentriert darzustellen.

Schon früh lernte ich von Vater und älterem Bruder die Naturwissenschaften kennen. Deutlich sind mir Gespräche über die Entstehung des Sonnensystems, die Evolutionstheorie, das Wesen der Elektrizität und des Magnetismus oder über die Naturgesetze schlechthin in Erinnerung. Ich hörte zu bei Diskussionen über die Entstehung des Universums, des Lebens und des Menschen; ich hörte spannenden Geschichten über die Völkerwanderung, die Römer und Griechen der Antike und den Napoleonischen Kriegen zu; ich erfuhr in kunterbunter Reihenfolge alles Mögliche über den Aufbau des menschlichen Körpers, über Krankheiten, Zellaufbau und Genforschung.

Als die Berufswahl anstand, kam eine sehr unangenehme Zeit: Ich sträubte mich mit allen Kräften gegen den Zwang, mich in ein vorgezeichnetes Berufsleben eingliedern zu müssen, versuchte dann aber mangels Alternative ein unauffälliges Mitglied der Gesellschaft zu werden, was mir durchaus gelang. Ich absolvierte ein Praktikum im Katasteramt, ging zur Bundeswehr und studierte an der FH Mainz mit dem Abschlußzertifikat "Vermessungsingenieur". Danach arbeitete ich acht Jahre in einem Ingenieurbüro für Tiefbau und in einem Bauamt. Nebenher fuhr ich zehn Jahre lang Radrennen.

Glücklich war ich während dieser Zeit nicht gerade. Oder sagen wir es so: So wenig ich die Arbeit liebte, so sehr liebte ich den Radsport! Rückblickend nenne ich diese Zeit das "Leben meiner schwachen Seite": Ich tat alles, wozu mir das Talent fehlte, weil ich meine Talente noch nicht kannte! (Um erfolgreicher Radrennfahrer zu werden, hätte ich früher anfangen und mich dopen müssen). Rückblickend kann ich sagen, ich bügelte einige Schwächen: mathematische, sprachliche und körperliche, einigermaßen aus: Ich vermaß das Land; die Vermessung des Geistes sollte erst später beginnen.

Während meiner Zeit im Ingenieurbüro begann ich in den Mittagspausen Nietzsche und Schopenhauer zu lesen. Das Philosophieren begann mich zu begeistern, da ich merkte, daß ich irgendwie alles schon wußte. Ich hatte eines meiner Talente entdeckt. Ich bekam Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen. Ich entwickelte mein eigenes philosophisches System (beginnend mit der Frage: Woher weiß ich, daß die Kaffeetasse vor mir real ist? - Siehe (X) (X) (X) : "Tasse"). Aber genug Kraft, entsprechend meiner neuen Lebenseinstellung ein neues Leben zu beginnen und meine Arbeitsstelle zu kündigen, hatte ich nicht. Hier half mir mein Körper, indem er mich krank machte (chronische Bronchitis, - Mandelentzündung). Im Krankenhaus erfuhr ich von meiner Kündigung - was mich kaum störte; ich wußte bereits, daß mein Schicksal etwas anderes mit mir vorhatte.

Es folgten zwei langweilige Jahre in einem Bauamt. Hier riß mich ein „spontaner Pneumothorax“ aus dem Arbeitsleben und ich erkannte: Wenn ich die Drohungen meines Körpers nicht ernst nahm, würden mich weitere Unfälle und Krankheiten zwingen, das zu tun, was mein Schicksal für mich vorgesehen hatte. Meine Karriere als Radrennfahrer endete ebenfalls und ich gewann – inzwischen 32 geworden – endlich die Zeit, mein Leben zu sondieren. Ich fragte mich: Was ist wesentlich? Was ist wirklich wichtig?

Ich entdeckte die "inneren Dimensionen meiner Seele" - und wurde gesund an Körper und Geist. Ich entschloß mich, mir für meine monetären Ersparnisse "Zeit" zu kaufen und zog mich als Privatier in ein kleines Zimmerchen in Bad Kreuznach zurück. Dort wechselte ich von der Vermessung des Landes zur Vermessung des Geistes, entwickelte meine Philosophie weiter und begann meine Träume aufzuschreiben und zu untersuchen. Im Bestreben, meine Philosophie auch aktiv zu leben, entdeckte ich die Magie und mein Talent des Kartenlegens und Träumedeutens - auch für andere Menschen. Es begann eine Zeit regen Briefeschreibens. Ich lernte viele Menschen und viele Sorgen kennen. Meine eigenen Sorgen hingegen nahmen stetig ab, da ich es lernte, meine Ängste zu besiegen, das heißt, den wahren Energien, denen des Geistes, und nicht den abgeleiteten, (den materialistischen,) zu vertrauen. Neben dem Briefeschreiben schrieb ich Gedichte und auch ein Buchmanuskript mit dem Titel: "Welt- und Selbsterkenntnis". Meine Philosophie und Selbsttherapie machten Fortschritte; Ich vermochte Experimente mit Raum und Zeit anzustellen. Ich lernte das Leben in der Ewigen Gegenwart - das ist die wahre Meditation! Ich machte Erfahrungen mit Astralreisen und paranormalen Erscheinungen, lernte Göttliches und Dämonisches kennen (siehe "Paranormal"). Krank war ich von 1986 bis heute (2000) auch nicht mehr! Damals, also etwa um 1985, begann ich, angeregt von einer Brieffreundin, meine Tätigkeit als Lebensberater.

1993 wurde in Bad Kreuznach die Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung DEGUFO (http://www.alien.de/degufo) gegründet. Ich setzte mich mit dem Gründer in Verbindung und erhielt so die Gelegenheit, philosophische Arbeiten in der Vereinszeitschrift DEGUFORUM zu veröffentlichen; machte allerdings die Erfahrung, daß die allgemein gehaltenen Beiträge, die ziemlich abstrakt sind, von nur relativ wenigen Lesern richtig verstanden wurden - ganz im Gegensatz zu meinen persönlichen Briefen im Rahmen meiner "Schule für Lebenskunst", die ich damals rein brieflich - ohne Internet - betrieb.

Ende 1997 mußte ich mein Zimmerchen in Bad Kreuznach verlassen, da die Vermieterin eine Krankenpflegerin für sich einstellte und das Zimmer selber brauchte. "Zufällig" erzählte mir mein Freund, in Mainz stehe das Zimmer neben dem seinen leer; ich könne dort einziehen. Ich sagte sofort zu, und da mein neues Domizil in der Nähe der Universität war, lag die Idee nahe, meine Philosophie einem Test zu unterwerfen und um meiner Lebensberatung eine breitere theoretische Fundierung zu verpassen: Ich schrieb mich an der Universität Mainz in den Fächern Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft ein und begann ein zweites mal in meinem Leben ein öffentlich genehmigtes Studium. Ziemlich schnell fand ich heraus, so glaubte ich zumindest, daß die Dozenten kein eigenes System, keine eigene Meinung, jedenfalls nicht offiziell, hatten! Sie konnten referieren, was Sokrates, Wittgenstein, Hegel oder Kant gesagt hatten; aber was hatten sie selbst zu sagen? Großes Schweigen! Ich ließ nicht locker und fand eine eigenartige Verwirrung vor: Jeder ihrer Erkenntnisse stand eine andere entgegen und wurde neutralisiert. Sie schienen irgendwie unfähig, uns Studenten in dieser komplizierten, verwirrenden, bzw. verwirrten Welt einen Weg zu weisen. Es schien mir, als würden sie uns neben den richtigen Wegen (zur Wahrheit) auch alle Irrtümer und Sackgassen beizubringen versuchen, ohne daß sie in der Lage wären, uns zu sagen, was der neueste Stand der Erkenntnisse und was Irrtum sei. Mathematikstudenten hatten es da entschieden besser: Sie brauchten bloß die richtigen Wege zum Wissen lernen; wir Philosophiestudenten wurden mit dem Müll von 2500 Jahren zugeschüttet und sollten allein die paar Goldklümpchen darin herausfinden. Außerdem konnte ich nicht begreifen, warum sich die Dozenten nicht für das Denken der Studenten interessierten. Ich hatte mir vergeblich erhofft, sie würden sich für uns Studenten interessieren, um uns einfühlsam zu korrigieren, wenn wir uns "unphilosophisch" verhielten. (Erst später begriff ich, daß diese unpersönliche Schulung der Versachlichung des Menschen, also der Reduktion zur mechanischen Funktion, diente.)

Jede praktische Anwendung philosophisch erworbener Weisheit im lebendigen Alltag verboten sie sich (?) und den Studenten! Wo konnten wir Studenten ihr Vorbild-Sein beobachten? Zur Ausarbeitung eigener Philosophien wurden wir nicht ermutigt. Und schlimmer noch: Die Philosophieprofessoren lehrten uns Studenten den "Tod der Philosophie"; sie sei von der modernen Wissenschaftstheorie bzw. "Wissenschaftswissenschaft" abgelöst worden, und die suche nicht mehr törichterweise nach Wahrheit, sondern nur noch nach (technischem) Erfolg! Ich entdeckte, daß nicht nur im Fach Politikwissenschaft gelogen wurde, daß sich die Balken bogen, sondern auch in der offiziellen Lehrpraxis der Philosophie. Bei Politologie war mir klar, daß wir nichts zu hören bekamen von wahren Zielen der Politik, das Bewußtsein der Massenmenschen gegen deren Willen und Interessen zu manipulieren, und wir bekamen nichts davon zu hören, daß z.B. die Lobbys in Wahrheit gar keine demokratischen Institutionenen, sondern eine Gefahr für die Demokratie sind, da die Lobbyisten diese aushöhlen, ja bekämpfen, aber von Philosophen hatte ich doch Wahrhaftigkeit erwartet - leider vergeblich (bis auf löbliche Ausnahmen). Zitat: "Wer sich nicht zerreißen läßt, wird keinen Erfolg haben!"

Nachdem ich dieses Urteil über die Universitätsphilosophie gefällt hatte, erlebte ich folgendes: Während eines Seminargesprächs über Augustinus sagte eine Studentin, ihr habe Augustinus' Text überhaupt nicht gefallen, da er keine Antworten gegeben habe. "Ich will Antworten!" Und alle Autoren, die wir zum Thema lesen, haben keine! Wo bin ich denn hier?" Der Professor antwortete sinngemäß: "Wenn Augustinus Antworten gegeben hätte, wären es seine Texte nicht wert, heute noch gelesen zu werden. Es gab und gibt viele Autoren, die Antworten gaben oder geben, aber die verschwinden mit Recht aus unserem Interesse. Es gibt keine Antworten! Antworten sind Vorurteile, Fehlurteile. Wichtig ist das Nachdenken über die Fragen, das Suchen. Die Antworten würden nur unser Denken beenden. Wir müssen erkennen, daß unser rationaler Verstand zu kurz geraten ist zum Finden von Antworten; er kann nur dienen, und zwar dem, was höher ist in uns: dem Umgreifenden, wie Jaspers sagte. Wir müssen lernen, ohne Antworten zu leben."

Diese Worte des Professors versöhnten mich ein wenig mit dem Universitätsbetrieb - zumindest mit dem Gebaren der philosophischen Fakultät. Ich kann dem Professor durchaus zustimmen. Trotzdem kann ich nicht umhin, festzustellen, daß ich Antworten habe. Ist das nun falsch? Ich glaube nicht, denn meine Antworten entstehen im Dienst der Rationalität am Umgreifenden (Absoluten, Seelischen). Außerdem sehe ich meine rational formulierten Antworten NICHT als absolut an.

Sie sehen, ich verbrachte eine abenteuerliche Zeit auf der Universität. Ohne den Druck, den andere Studenten haben, wenn sie ein Zertifikat, einen Magister- oder Doktortitel haben wollen, kann ich den Gedanken nachgehen, die für mich wirklich wesentlich sind. So fand ich schließlich selbst den rechten Weg durch die verwirrte Welt: Es geht ums Aufwachen, ums Besinnen, ums ewige Leben. Alle Ereignisse der Welt sollen mich belehren und mir helfen, wach zu werden. Während die andern über ihr äußeres Leben nachdenken (wenn sie überhaupt denken), denke ich über die Ewigkeit der Seele und dergleichen nach. Ich bin frei; ich brauche keine offizielle Bestätigung meines Wissens und meiner Lebensweisheit. Ich bin Schöpfer meiner selbst - soweit die höheren Geister mir beistehen. Und deshalb sollte es auch nicht wundern, daß ich, wie oben beschrieben, ein positives Verhältnis zum Universitätsbetrieb herstellen konnte, obwohl ich deutlicher als je zuvor den ewigen Kampf zwischen Licht und Finsternis auch hier gewahr wurde. Die oben genannten negativen Aspekte verschwanden trotzdem aus meinem Blickfeld, denn sie hatten keine Gültigkeit mehr für mich. (Hatten sie je existiert?) Ich hatte die Universität für meine Bedürfnisse wiederverzaubert; nun galt es, dieses Geheimnis des Zaubers zu erforschen. Unvergessen wird mir mein "Lieblingsdozent", der große Dr. Walter Patt, bleiben, von dem ich so viel lernen durfte.

In der Nacht vom 22. zum 23. September 2000 hatte ich während einer Meditation das Erlebnis, welches ich nicht anders beschreiben kann, als das einer Verschmelzung mit dem Absoluten, mit Gott. Ich war eins mit dem gesamten Universum, war beteiligt an der unendlichen schöpferischen Tätigkeit des Höchsten Bewußtseins, konnte mich in alle Wesen so sehr hineinfühlen, daß ich all diese Wesen WAR. Ich wurde in das Geheimnis Gottes eingeweiht, sah auch in aller Deutlichkeit mein eigenes irdisches Sein (samt meiner Stärken und Schwächen) und den Sinn meines Lebens. Mit vollkommener Klarheit erkannte ich meine Aufgabe, meine Berufung, in dieser Welt, für die es im westlichen Kulturkreis keinen rechten Namen gibt. In Indien nennt man Menschen meiner Art, also jene, die sich im "Alltagsbewußtsein" an ihre Meditatioinserlebnisse erinnern, „Guru“. Ich werde fortan im Dienst an der Höchsten Kraft auf dieser Welt als spiritueller Lehrer wirken, und zwar völlig unabhängig von Erfolg oder Mißerfolg, Anerkennung oder Mißachtung.

In der Nacht zum 15.9.2001 hatte ich dann die "endgültige Erleuchtung" - so erlebte ich diese Offenbarungen jedenfalls: Ich fühlte, daß nun die Zeit gekommen war, mich offen als der zu zeigen, der ich bin: Ich bin ein spiritueller Meister, der die Aufgabe hat, Schüler zu suchen und diese ebenfalls zur Erleuchtung zu führen. Und da ich meine Arbeit innerhalb der materiellen Welt zu erledigen habe, darf ich nicht davor zurückschrecken, ihre Spiele bis zu einem gewissen Grade mitzuspielen, und dazu gehört, daß ich meine Tätigkeit als bezahlten Beruf ausübe. Kritisieren lasse ich mich zu diesem Punkt nicht mehr, denn ich verfüge über meine eigenen Maßstäbe. Es ist ein erbärmliches nachgeplappertes Esoterikergeschwätz, daß Wahrheit kostenlos sei. Dieses Geschwätz ist deshalb so erbärmlich, weil es allen guten Menschen die Butter vom Brot raubt und die skrupellosen Verbrecher an die gedeckten Tische läßt, wo sie sich nach Herzenslust bedienen können.

13.1.2003: Ich hatte in obigen beiden Absätzen geschrieben, daß ich am 22.9.2000 in einem meditativen Erlebnis die Einheit mit dem Weltganzen, mit Gott, erlebte. Bei einem Überdenken dieser Erlebnisse (ich hatte noch zwei weitere, eines davon am 15.9.2001) heute Nacht fiel mir auf, daß diese subjektive Schilderung nicht den "Tatsachen" entsprechen kann: Zwar fühlte ich mich eins mit Gott, aber ich war es nicht. Ich hatte nur Seeleneinblicke in bekannte Menschen oder Menschen, von denen ich Bilder vorliegen hatte. Ich wußte während dieses Zustandes beispielsweise nichts über Indien und nichts über konkrete Geheimpolitik der USA. Was ich erlebte, stand ausschließlich mit meiner als H.J.H. erlebten Innen- und Außenwelt in Zuammenhang. Ich hatte damals wohl der Theorie angehangen, Absolutheit würde ALLES umfassen. Das ist nicht der Fall.

Es gibt mehrere Sorten des "Absoluten", gleichwie es viele autonome, also absolute, Wesen gibt, die absolut und doch getrennt voneinander sind. Dieses scheinbare Paradoxon ließ mich damals mein Erlebnis falsch interpretieren. Das "Absolute" zu erleben hieß für mich, eins mit dem Göttlichen zu sein. Nun aber habe ich herausgefunden, daß sich auch eine Seele "absolut" erleben kann, obwohl sie nicht ALLES ist. Absolut fühlt/erlebt sich, was autark ist. (8.11.05: vgl. mit dem, was ich über Engel geschrieben habe: Engel sind meist Erscheinmungen der eigenen Seele. Aber es gibt auch echte Engel, Wesen, die über uns stehen. Ich war hier einer Verwechslung beider Engel erlegen.)

Dieses Absolutheits-Erlebnis meiner Seele hatte "ich" in einem Zustand des Gefühles, das Ich sei irgendwo "nebendran": nicht "ich" erlebte. Da war nur "Erleben", aber "nebenan" wartete das Ich als möglicher Standpunkt darauf, wieder eingenommen zu werden. Ich war "entrückt". Mein Aufmerksamkeitsfokus sprang auch mehrmals zwischen diesem ichlosen und ichhaften Zustand hin und her, sodaß "ich" mir genau einprägen konnte, wie Ich und Seele (ich dachte damals "Gott") zusammenhingen: Das Ich war die "Außenhaut" der Seelenblase, wenn man "Blase" als dreidimensionales und "Haut" als zweidimensionales Gebilde nehmen möchte, als Metapher für die vierdimensionale Seele und deren dreidimensionalen Körper. ("Ich" und "Körper-Sein" waren irgendwie dasselbe).

Aus diesem "seeligen" (ich dachte: "göttlichen") Zustand heraus sah ich von "oben" auf diesen irdischen Heyer herab und "dachte" über seine weltlichen Verstrickungen nach. Es war kein gewöhnliches Nachdenken, sondern ein Bewußtwerden aller karmischen und sozialen Zusammenhänge. Alles lag klar wie in einem offenen Buch da: Der Heyer da unten würde, falls er sich bei normalem Bewußtseinszustand erinnern würde, was er jetzt weiß und erlebt, ein spiritueller Meister, ein Guru oder Schamane sein, - ein geistiger Führer für all die Menschen, die ihm begegnen und ihrerseits ihm helfen, in der materiellen Welt zu bestehen. Es wurde klar bis ins Detail, daß ich nie mehr einen "normalen" Beruf ausüben würde. Es kam nur eine einzige Tätigkeit in Frage: Diejenigen Menschen einzuweihen, (auf ein höheres Bewußtseinsniveau zu bringen), die mir materiell (finanziell) halfen. Meine spirituelle Meisterschaft hatte ich mir mit der Unfähigkeit erkauft, in einem normalen Beruf zu arbeiten.

Als ich ein paar Minuten nach diesem Erlebnis wieder "normal" wurde, war mir klar: 1. Ich hatte die Erinnerung! (Bei anderen meditativen Erlebnissen hatte ich danach fast alles vergessen) 2. Ich war dermaßen mit neuen Gedanken und Einsichten durchtränkt, daß ich mich nicht mehr in der Lage sah, Mathematik, Ingenieurskunst, Kaufmännisches (Formulare jeder Art, egal ob Telefonrechnungen oder Formblätter für die Krankenkasse) und dergleichen zu beherrschen. Solche Tätigkeiten fallen mir seitdem ungeheuer schwer. Dazu fehlt die nötige Konzentration, Fokus-Verengung. Mir wurde klar, daß ich auf die, denen ich helfen wollte, ein höheres Leben zu gewinnen, selber angewiesen sein würde. Ich würde von denen, die ich einweihen würde, Geld nehmen müssen. Noch an demselben Tage schrieb ich meine "Wahrheit"- Seite und meine "Preisliste" (vorher war meine Preisliste eher ein Spendenaufruf, dem jedoch bis dato niemand nachgekommen war.)

Seit März 2003 lebte ich mit meiner geliebten Freundin Andrea im kleinen Städtchen Düren und lernte dort den Segen der Zweisamkeit kennen, erlebte, wie zwei Seelen sich umtanzen und tanzend eine neue Mitte bilden, erlebte, wie Größeres aus dem gegenseitigen Umspielen des männlichen und weiblichen Poles entwächst. Es hielt uns nicht lange in Düren, denn es ergab sich die Gelegenheit, in mein Elternhaus (nach 18 Jahren "Abwesenheit") zurückzuziehen. Nach ein paar kleinen Umbauten zogen wir Ende Mai 2003 nach Dienstweiler und bezogen dort die leerstehende untere Etage. Endlich wohnen wir wieder in unmittelbarer Nähe zu meinen geliebten Bäumen und dem selbst angelegten Kräuter- und Teegarten. Große Veränderungen im Materiellen zogen ebensolche im Spirituellen nach sich: Ein großartiges meditatives Erlebnis brachte Geist und Seele, welche sich allzusehr mit Materiellem - Umzug nach DW, Umbauten, Möbelkauf, Ämterbesuche usw. - , beschäftigten, wieder auf das richtige Gleis zurück, und dieses erbrachte unerwarteten materiellen Niederschlag: Meine (Schule für) Lebenskunst prosperierte, weil ich prosperierte: materielles und spirituelles Wachstum bildeten neue eine Einheit: Verbindung mit einer weiblichen Seele, Umzug vom Lärm der Stadt in die dörfliche Idylle, körperliche Ertüchtigung (ich treibe wieder Sport (inlineskating, wandern)) und arbeite im großen Garten), Durchbruch in meinem Politikverständnis (wird sich erst in den nächsten Wochen in der HP niederschlagen) und die Erlangung großer Klarheit des Geistes bei einem meditativen Erlebnis vom 31. August. Meine Kompetenzen erweiterten sich, denn meine Welt wurde erheblich größer. Vor fast genau 20 Jahren begann ich - damals noch kostenlose - Lebensberatung, vor genau zehn Jahren veröffentlichte ich erstmals einen spirituellen Text (in der Zeitschrift DEGUFORUM), seit fast genau fünf Jahren versuche ich, von meiner >Schule für Lebenskunst< auch materiell zu leben, seit Beginn dieses Jahres mit (wachsendem) Erfolg, sodaß ich nun auch über die Kenntnisse verfüge, anderen Menschen, die das Zeug zum Meister haben, zu zeigen, wie sie Körper, Seele und Geist verbinden und aus ihrer Lebensaufgabe eine Profession machen können, die sie auf allen drei Ebenen ernährt und befähigt, in höherdimensionalere (Sinn-) Welten aufzusteigen.

(durchgesehen und ein wenig geändert am 8.11.05)

12.6.2008: Ende April 2007 begann ein weiterer wichtiger Abschnitt meines Lebens. Wie in "Imker1.html" beschrieben, kam ich zur Biene. Parallel dazu blieben die "Erfolge" meiner "Schule für Lebenskunst" aus. Es gab weder zahlende, noch nichtzahlende Schüler bzw. Klienten. Es gab praktisch überhaupt keine Rückmeldungen aus der Leserschaft mehr. Zum Teil ließ ich gewisse Kontakte auch einschlafen. Ich sah ein, dass es besser ist, diese Menschen folgen ihren eigenen Wegen und machen ihre eigenen Erfahrungen, statt sich mit meinem Weg und meinen Erfahrungen zu beschäftigen. Allmählich verlor ich mein Interesse am Projekt der Aufklärung der Menschheit - am Projekt "Schule für Lebenskunst". Was interessierten mich noch Politik und Wirtschaft, Philosophie und Wissenschaft? Die ganze via Schule, Presse und Fernsehen publik gemachte öffentliche Welt war für mich eine einzige Lügeninszenierung, der ich nichts beizutragen hatte. Die Megaerfolge der Lügner (BILD, Fernsehen, Schule) und die fast völlige Missachtung meiner Schriften raubte mir eine Illusion und schenkte mir eine neue Freiheit: Ich musste mich um die Welt der Andern nicht mehr kümmern. Ich kommuniziere kaum noch mit der Welt der Schatten. Ich führe keine Emaildiskussionen mehr; ich verreise nicht mehr. Kein Bedarf. Ich philosophiere auch nicht mehr so, wie ich es viele Jahre lang gemacht habe. Meine Fragen sind beantwortet, besser: meine Fragen sind verschwunden. Ich lebe nur noch im großen lebendigen Gewebe des Geistes und sehe dessen materiellen Erscheinungen mit Staunen. Mich unteressieren fast nur noch die Wechselwirkungen, bzw. Verschränkungen, meines Geistes mit dem Geist der Umwelt: Magie. Für mich weiß ich um die Ewigkeit meiner Seele und meines Bewusstseins, und für mich weiß ich, dass die sterblichen Schatten nur meinen sterblichen Schatten wahrnehmen können, aber nicht meine Unsterblichkeit. Den Sterblichen bin ich sterblich; ich für mich bin ewig. Und von verkörpertem Leben zu verkörpertem Leben hin arbeite ich an meiner ewigen Seele. Bereits heute entwerfe ich meine künftige Inkorporation in völliger Klarheit des Wissens um meine Wiedergeburt. Meine Pläne reichen nicht mehr bloß 20 oder 40 Jahre weit; sie reichen über Äonen. Was die Leute über mich denken, ist mir vollkommen schnurz. Ich bin nur noch mir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig. Ich mische mich nicht mehr in die Lüge ein. Ich entwickele mein Zukunftsmodell meiner selbst, meinen Mythos, weiter und lebe ihn. Meine Gedanken reichen weiter.

Ungefähr so sah ich mich und die Welt, als ich zur Biene kam. An ihrem Beispiel kann ersehen werden, was ich unter der Reichweite von Gedanken verstehe. Da gibt es also dieses staatenbildende Insekt, das so völlig anders ist, als der moderne Mensch. Bienen gehen nicht in die Schule, lesen keine BILD. Bienen sind ehrlich. Bienen ähneln mehr dem Menschen, wie er von den Göttern gemeint war. Bienen lernen langsam, aber gründlich. Um es platt zu sagen: Sie lernen nicht mit dem Kopf, sondern über ihre "Gene", ihre Erbsubstanz. Wie ich. Als ich herausfand, dass ich Imker wurde, weil ich in meinem früheren materiellen Leben das Imkern begonnen hatte, aber nicht lange praktizieren konnte, weil mir der eben aufgebaute Bienenstand gestohlen und zudem der Krieg einen frühen Tod des Leibes bescherte, war klar, dass ich das damals begonnene Projekt nun weiterzuführen hatte: die Rettung des Biens vor der Verwurstelungsmaschinerie des modernen Menschen. Der Mensch legt seine eigene Überlebenstechnik "Ökonomisches gewinnmaximierendes Handeln" und seine naturwissenschaftlich erworbene Blindheit "Evolutionstheorie" in den Bien hinein und bringt ihn dadurch um. Ich weiß das, weil ich wie die Biene lerne, sozusagen über Jahrtausende und Jahrmillionen. Das wesentlich Gelernte wird in geistige Veranlagung, in Talent, umgewandelt, sichtbar im materiellen Genom. Als geistige Struktur wird die Essenz des Gelernten in den nächsten Leib weitergegeben und diese Struktur, das Talent, sucht sich sein Wissen, aus dem es einst destilliert wurde, wieder zurück. Mein Talent, die Biene zu verstehen und ihr dienen zu wollen, "damit" sie mir dienen, habe ich in früheren Leben erworben. Dieses Talent brachte mich dazu, mir das Bienen- und Imkereiwissen schnell wieder aus Büchern und Internet wiederzuholen und nun weiterzuentwickeln. So entstnd mein Projekt der Zucht der "Neuen Landbiene".

Bienenzucht darf nicht kurzfristig angelegt sein; sie muss so gehandhabt werden, dass ihre Jahrmillionen währende natürliche Entwicklung (der Bien entwickelt sich aus eigenen inneren Antrieb) nicht verhindert wird. Die moderne Zuchtpraxis verhindert jedoch die langfristige Entwicklung der Biene: die natürliche Anpassung an Landschaft, Klima und Blütentracht. Wer Bienenrassen verschiedenster Herkünfte kreuzt, wer dazu noch Inzucht betreibt, verhindert die Akklimatisation der Biene, betreibt ihre Ausrottung.

Mein Projekt der Landbienenzucht ist genaugenommen ein Projekt des weitgehenden Verzichtes auf Zucht. Allein das Zusammenleben von Mensch und Bien erfordert gewisse gegenseitige Rücksichten und Verhaltensänderungen. Der Mensch sorgt für Bienenwohnung, Blütenvielfalt und saubere, giftfreie Umwelt (Kampf den Giftmischern ("Pflanzenschutzmittel") und Genmanipulierern!) - und der Bien gibt dem Menschen Honig, Wachs und Propolis. Falls es mir gelingt, den Bien zu retten, wird es zugleich auch die Rettung des Menschen sein, denn auch der Mensch gedeiht nur in gesunder Natur.

Im Oktober 2008 entdeckte ich, der ich mich für einen vollkommen amusischen Menschen hielt, den Chorgesang. In Dienstweiler gab es das traditionelle Herbstkonzert des Gemischten Chores, bei dem auch Andrea Mitglied war. Erstmals in meinem Leben besuchte ich eine derartige Veranstaltung und war sofort vom Chorgesang begeistert. Ich trat dem Verein bei, obwohl ich "nicht die Bohne" singen konnte. Ich konnte weder den Ton halten, noch hatte ich für länger als zehn Minuten eine Stimme. Meine Stimmbänder waren die Beanspruchung nicht gewohnt. Doch allmählich wurde mein Gesang besser. Ein Jahr später konnte ich bereits etwas lautstärker singen, ohne störend aufzufallen. Etwa ab 2010 war ich fähig, den Tenor des Chores stimmlich zu verstärken; ich musste mich nicht mehr hinter dem Klangteppich der Anderen verstecken. Mitte Dezember 2010 kaufte ich mir für schlappe 45 Euro eine Gitarre und übe mit wachsender Begeisterung dieses schöne Instrument. Um beim Singen schnellere Fortschritte zu machen, trat ich Im Januar 2011 einem 2. und Anfang September 2011 einem dritten Chor bei.

Der Dezember 2013 markiert den Zeitpunkt meines Entschlusses, außer bienen auch noch Hühner zu halten. Ein Hühnerhaus für vier Hühner ist bereits gekauft und der Bausatz zusammengeschraubt. Nächstes Frühjahr werden dann hoffentlich die Hühner einziehen...

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